
Wie lange noch will sich die sogenannte „westliche Staatengemeinschaft“ hinter ihrer zögernden und ziellosen Lethargie-Diplomatie verstecken? Die arabische Welt brennt und Europa und die USA brauchen eine Woche, um sich ein Statement zu den Ereignissen zu erlauben! Das Problem der Terrorherrscher der nordafrikanischen Staaten ist ja nicht erst im Januar 2011 entstanden, viel mehr herrschen diese Despoten, gestützt und geduldet durch die Europäer und die Präsidenten in Washington, bereits seit Jahrzehnten! Nun endlich haben sich die gedemütigten und verzweifelten Menschen in Tunesien, Ägypten und Libyen erhoben, wider ihrer Unterdrückung und wider ihrer Perspektivlosigkeit, um nicht nur den Mubaraks und den Al Gaddafis ihrer Länder den Schuh zu zeigen, sondern auch der Welt vor Augen zu führen, dass es sie, die Menschen, immer noch gibt. Dass sie Freiheit und Wohlstand wollen, dass sie zwar kaum Bildung haben und keine Perspektiven, aber dass sie auch nicht mehr auf ein fremdes Wunder eines Wandels warten wollen und können.
Aber wo ist Europa? Wo sind die USA? Die Regierungen, die in erster Linie dem wirtschaftlichen Profit verschrieben sind und lieber die Energiesicherheit gewährlistet sehen, und dabei einem korrupten Diktator als geringeres Übel betrachten und einer islamistischen Herrschaft á la Iran vorziehen.
Nachdem der „Westen“ sich lange bequem zurückgezogen hat, sollte er endlich Wach werden und eine Position beziehen und dabei seine tolerierende Politik gegenüber den anderen Despoten der Welt überdenken!


